25. Foto: 4028mdk09. Lizenz: CC-BY-SA-3.0

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Liebe WikiStammtisch Hörerinnen und -Hörer

In dieser WikiStammtisch Episode spreche ich mit Leuten, die vorhergehende Episoden mit mir gestaltet haben. Es geht um Feedback, Auswirkungen und Themen, über die man noch hätte sprechen können.

Podcast hören

Du hörst jetzt einen Podcast, weißt also, wie das geht. Ich hatte meine ersten Erfahrungen mit Podcast-Episoden am PC. Jemand hatte eine Episode empfohlen, und ich hörte sie mir dann vor dem Rechner sitzend an. Unbequem, und bei der Länge mancher Episoden echt anstrengend.

Bis dann mein Hirn die Verbindung zwischen Podcast und iPod und von da zu Smartphone herstellte. Statt Musik oder Hörspielen höre ich jetzt meist Podcasts — Wenn ich nicht gerade faszinierenden Menschen bei Gesprächen zuhöre. Ich höre in der Straßenbahn, im Zug, im Auto oder im Flugzeug. Auf dem Fahrrad höre ich nicht, wegen der Verkehrssicherheit. Ich höre im Bett, auf dem Sofa oder in der Badewanne. Ich höre Podcasts über Wissenschaft, Politik, Knast, Essen, Fernsehen, Internetsicherheit und Urheberrecht.

Ich versuche möglichst viele Menschen mit dem Podcastvirus anzustecken. Neben den hervorragend produzierten exzellent recherchierten Podcasts der öffentlich-rechtlichen Sender gibt es die spannende Rubrik der Bürger-und-Bürgerinnen-Podcasts. Leute setzten sich ans Mikro und berichten und erzählen über Dinge, von denen sie Bescheid wissen. Oder von Dingen, über die sie gern Bescheid wissen würden. Oder sie schildern, wie ein Bier schmeckt.

Podcasten

Bis auf Wikipedia Weekly kenne ich keinen Podcast über die Wikipedia. Und schon gar keinen auf Deutsch. Es gibt Podcasts, in denen WikipediaArtikel vorgelesen werden, Podcasts, in denen über Artikel gesprochen wird und Podcasts, in denen einzelne Episoden Wikipedia gewidmet sind. Ich will aber etwas über die Wikipedia erfahren. Also Headset auf und mit Leuten gesprochen, die mehr oder weniger in der Wikipedia und ähnlichen Projekten drin stecken.

Wichtiges Thema

Liebe Hörer und Hörerinnen, die deutsche Sprache ist kaputt.

Das Deutsche zwingt uns nämlich einerseits, bei so gut wie jeder Erwähnung einer Person deren Geschlecht zu erwähnen (lexikalisch, durch Wörter wie Mann/Frau, Mädchen/Junge usw., oder morphologisch, durch Endungen wie –in, –ess(e) oder –euse, wie in Studentin/Student, Steward/Stewardess, Friseuse/Friseur usw.). Und auch das nicht nur bei der ersten Erwähnung einer Person, sondern (durch die Pronomen sie und er) durchgängig bei jeder einzelnen Bezugnahme.

— Anatol Stefanowitsch: Das Netz kann alles, außer Gender, sprachlog.de, 22. September 2015

Und damit geht Anatol nur auf die Unterscheidung von männlich und weiblich ein. Es gibt viele biologische Geschlechtsunterschiede. Hinzu kommen dasjenige Geschlecht, dem sich ein Individuum zugehörig fühlt, das Geschlecht als soziale Kategorie sowie das dritte Geschlecht (was wohl noch zu kurz greift). Und das alles in verschiedenen Abstufungen.

Dank

Dank an Manuel SchneiderManfred Höfert, Jens Kubieziel, Gereon Kalkuhl, Silvia Stieneker und Thomas Planinger für ihre Zeit.

Ganz besonderen Dank an Ziko van Dijk und Markus Franz. Die Aufzeichnungen ihrer Gespräche ist verloren gegangen. Ich hoffe, den Fehler jetzt behoben zu haben.

Dank auch an Richard Heigl, Caronna, Kritzolina, Jens Best, Gereon Kalkuhl, Nikola Kalchev, Alice Wiegand, Thomas Schallhart, Fabio Descalzi, Debora Weber-Wulff, Emmanuel Engelhart, Ting Chen, Lydia Pintscher, Roland Unger, Patrick Kenel, Bernd Rupp, Florian Simon, Stefan Haslinger, Anja und Petra Thore für die fabelhaften Gespräche.

Liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr mir eine Freude machen wollt, schreibt Rezensionen auf iTunes, Podcast.de oder fyyd.de, erzählt Euren Bekannten und Verwandten davon, wie toll Podcasts sind und insbesondere dieser eine.

Herzlichen Gruß aus Berlin-Weißensee,

Sebastian Wallroth